Archiv für Januar 2011

„Z“-Besetzung zum Dritten

Nach der dritten Besetzung des ehemaligen „Z“ haben wir alle Links dazu gesammelt.

IMC-linksunten: Pressemitteilung + Kommentare

Radio Dreyeckland: Selbstverwaltetes Jugendzentrum gefordert! Z- BesetzterInnen im Interview
Radio Dreyeckland: Besetzung und Räumung des“Z“ – Was ist die Position von „Junges Freiburg“? – Interview mit Simone Ariane Pflaum

Grünen Alternative Freiburg: Pressemitteilung zur Räumung des ehemaligen Jugendzentrums Z

Fudder: Besetzung des Z nach wenigen Stunden beendet
Fudder: Jugendliche besetzen das Z
Fudder: Aktivisten besetzen erneut das ‚Z‘

Badische Zeitung: Polizei beendet „Z“-Besetzung
Badische Zeitung: Autonome besetzen „Z“ – Polizei stellt Ultimatum
Badische Zeitung: Autonome räumen das „Z“ – Besetzung beendet
Badische Zeitung: „Z“-Räumung: Vorwürfe gegen Polizeibeamte | BZ

Unsere Pressemitteilung

[Freiburg] Aktivist_innen besetzen erneut ehemaliges Jugendzentrum „Z“

Am 17.01.2011 wurde das ehemalige Jugendkulturzentrum „Z“ unter dem Siegesdenkmal zum dritten Mal von Aktivist_innen und Unterstützer_innen der Initiative Epsilon besetzt.
Vorher zog eine Bildungsstreik-Demonstration durch die Innenstadt Freiburgs. Viele der Demonstrant_innen solidarisierten sich mit den Besetzer_innen und schlossen sich dieser nach der Demonstration an.

Es gehe darum jungen Menschen eine Möglichkeit zur selbstgestalteten Persönlichkeitsentfaltung zugeben, so der Aktivist der Initiative Epsilon Simon B. Dies decke sich teilweise mit den Forderungen des Bildungsstreiks nach Selbstbestimmung. Die Initiative Epsilon fordert
seit einem halben Jahr die Wiedereröffnung der Räumlichkeiten unter dem Siegesdenkmal.

Im Frühjahr 2010 fand ein offizielles Bewerberausschreiben der Stadtverwaltung statt. Eine weitere Entscheidung der Verantwortlichen
wurde bisher aber mehrmals vertagt. Der weitere Leerstand der Räume, so eine Aktivistin, sei nicht länger akzeptabel.

Jugend braucht Räume für Kultur!

Pressemitteilung UStA PH Freiburg

Gewaltsame Räumung des besetzen Jugendzentrum „Z“ – Stadt ignoriert die Belange der Jugend
Nach erfolgreicher Entzündung des Bildungsstreik-Protestfeuers im Rahmen der Bildungsdemonstration „Ba-Wü brennt!“ am 17.01.2011, kam es im Anschluss zu einer Besetzung des ehemaligen und derzeit leerstehenden Jugendzentrum „Z“.

Mit der Besetzung, an welcher sich jugendliche Schüler_innen und Studierende, Bildungsaktive sowie Freiraumaktivist_innen beteiligten, sollte der Forderung nach sozialen Freiräumen und Selbstbestimmung Ausdruck verliehen werden.

Die Stadt und das Jugendamt gingen auf die Forderung der Jugendlichen, das Gespräch mit OB Salomon oder Kulturbürgermeister von Kirchbach zu suchen nicht ein, sondern stellten stattdessen Strafanzeige gegen die circa 40 Besetzer_innen.
Gegen 17:00 Uhr drang die Polizei ohne Vorankündigung oder Verhandlungen und unter massivem Einsatz von Schlagstöcken und körperlicher Gewalt zum Eingang des „Z“ vor. Es gab etliche Verletzte mit Prellungen, mindestens eine Person musste mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden, eine Person wurde festgenommen. Eine vermummte Sondereinheit der Polizei stürmte daraufhin das Jugendzentrum, fand jedoch im Innern keine Besetzer_innen mehr vor.

„Wir verurteilen die Entscheidung des Jugendamtes und des Kulturbürgermeisters von Kirchbach sowie das gewaltsame Vorgehen der Polizei“, sagt Sven Fred, Mitglied des UStA, „Einmal mehr hat die Stadt hier gezeigt, wie wichtig ihr ihre Jugendlichen sind. Anstatt ihnen die dringend benötigten Freiräume zur Verfügung zu stellen, lässt sie die aktiven Jugendlichen mit Gewalt räumen.“

Neben der sich derzeit häufenden Polizeigewalt und der ignoranten Position der Stadt bezüglich des leerstehenden „Z“, verurteilen wir die Haltung und die Berichterstattung der Badischen Zeitung. Diese trägt mit ihrer einseitigen Berichterstattung nicht zu einer kritischen Öffentlichkeit bei. Darüber hinaus werden Tatsachen verharmlost, verschwiegen oder sogar verdreht. Diese Entwicklung ist schon seit einiger Zeit beobachtbar und setzt den Weg nach der Bildungsstreik Gleisbesetzung und dem deutsch-französischen Gipfel fort.

- Für eine kritische und objektive Berichterstattung in den Medien!
- Unser Leben in unsere Hände!
- Freiräume denen, die sie nutzen!

Das Referat für Politik- und Meinungsfreiheit des UStA der PH Freiburg unterstützt die Initiative Epsilon in ihrer Forderung nach einem selbstverwalteten Jugendzentrum das unkommerzielle Kultur und freie Bildung ermöglichen soll und solidarisiert sich mit den Besetzer_innen des “Z“.

Referat für Politik und Meinungsfreiheit des UStA der PH Freiburg